Energie-Initiative Kirchberg e.V.
Initiative für den Raum Hohenlohe zur Verbreitung der erneuerbaren Energien
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Manfred Sturm, Wilhelm-Schrader-Straße 10, 74544 Michelbach an der Bilz,
manfred.sturm@gmx, Sprecher der Energie-Initiative Kirchberg e.V.
 http://www.energie-initiative.de

Falsche Behauptungen der EFI im Gutachten (Anhang) zum EEG!

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Wanka,

Die Expertenkommission (???) Forschung und Innovation (EFI) hat ein Gutachten erstellt mit der Überschrift EEG fördert weder Klimaschutz noch Innovation.  Wir sind entsetzt darüber, dass Sie es zulassen, dass dieses Beraterteam der Bundesregierung unsinnige Behauptungen wie (Zitat) "Das EEG mache den Strom teurer, trage aber weder zu mehr Klimaschutz bei noch habe es zu Innovationen geführt " veröffentlicht.

Richtigstellung der falschen Aussagen der EFI:

1. Richtig ist: Das EEG macht den Strom nicht teurer !
a) Die Mitglieder der EFI sind offensichtlich nicht bereit oder in der Lage,  langfristig zu denken. Es ist zweifelsfrei so, dass die Energiewende die betroffenen Generationen insgesamt nicht mehr kostet als die Fortsetzung  des bisherigen Systems. Dies wird z.B. durch Studien des ISE (Fraunhofer) belegt.
b)  Der Preis pro kWh bei der Stromerzeugung liegt heute bei neuen großen Solaranlagen und neuen Onshorewindrädern unter dem von neuen fossilen Kraftwerken. Konkurrenzlos billig sind Solar- und Windstrom, wenn die bei der Stromerzeugung verursachten Schäden (Umwelt, Gesundheit) bei der Kostenrechnung in vollem Umfang berücksichtigt werden.
 
2. Richtig ist: Das EEG ist bei den richtigen Rahmenbedingungen ein ausgesprochen wirksames "Werkzeug"  beim Klimaschutz.
a)
Die EFI-Mitglieder  verwechseln bewusst oder unbewusst Ursache und Wirkung: Nicht das EEG ist wirkungslos, sondern der heute praktizierte Emissionshandel. Viel zu viele CO2-Zertifikate wurden vergeben mit der Konsequenz, dass diese heute praktisch nichts kosten. Wir fordern, dass die Zahl der Zertifikate möglichst schnell stark reduziert wird oder noch besser die Einführung einer CO2-Steuer. Das Ergebnis muss eine Abgabe von mindestens 70 € pro Tonne CO2 sein. Dann verschwindet der Klimakiller Kohle aus der Stromerzeugung. Gaskraftwerke werden so wirtschaftlich und schließen auch bei einem weiteren starken Ausbau der regenerativen Energien die bei der Photovoltaik und Windkraft auftretenden Stromlücken. Dabei muss und kann herkömmliches Gas immer mehr durch regenerativ erzeugtes ersetzt werden.
b) Die Energiewende ist dann erfolgreich abgeschlossen, wenn nur noch Energie verwendet wird, bei deren Nutzung keine zusätzlichen CO2-Emissionen entstehen. Dies gilt auch für den Wärmebedarf und die Mobilität. In beiden Bereichen muss dabei der Strom aus regenerativen Quellen eine zentrale Rolle übernehmen (Wärmepumpen, elektrische Antriebe, power to gas, power to liquid). Auch deshalb muss unabhängig von der Vergütung durch ein EEG festgeschrieben bleiben, dass regenerativ erzeugter Strom den Vorrang bei der Einspeisung hat.
c) Zusätzlich fordern wir u.a., wie der Solarförderverein Aachen,
- eine schnelles Abschaffen des Terminmarktes beim Stromhandel.
- einen Einstieg in die Massenproduktion von Batteriespeichern für Solaranlagen.

3. Richtig ist: Das EEG löst Innovationen in  großem Umfang aus.
Wir
verfolgen seit fünfundzwanzig Jahren die technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Viele von uns haben ab 1992 (!)  Fotovoltaikanlagen gebaut. Viele haben auch langjährige Erfahrung mit Beteiligungen an Windrädern. Unser Wissen auf dem Gebiet der regenerativen Energien ist deshalb groß.
Von den Mitgliedern einer Expertenkommission wie der EFI kann man eigentlich erwarten, dass auch sie Folgendes verstehen:  Die vom EEG verursachte Massenproduktion hat zur Gründung vieler neuer Firmen geführt, die mit einander konkurrieren oder konkurriert haben. Ein Konkurrenzkampf unter Firmen führt immer zu einem Innovationsdruck, weil Firmen nur dann am Markt erfolgreich sein können, wenn sie ihre Produkte ständig verbessern und verbilligen. Dass dies funktioniert hat, zeigen nicht nur die vielen in den Fachzeitschriften veröffentlichten Artikel, sondern auch die gewaltigen Preissenkungen bei den Fotovoltaikanlagen und die Leistungssteigerungen bei den Windrädern. Zusätzlich verstärkt wurde und wird der Innovationsdruck durch die Tatsache, dass zu den Vorgaben des EEG von Anfang die immer wieder erfolgende Absenkung der Vergütung bei Neuanlagen gehört.


Schlussbemerkungen:
1. Laut Internet ist Ihr Ministerium für die Besetzung der EFI - Kommission, die für das angehängte Gutachten verantwortlich ist, zuständig. Das bedeutet wohl, dass Sie die Mitglieder der EFI - Kommission nicht nur berufen, sondern auch abberufen können.
2. Unsere Meinung: Die aktuellen Mitglieder der EFI sind  in Sachen erneuerbare Energien überfordert oder keine sachlich orientierten Gutachter.
3. Unsere Aufforderung: Bitte beenden Sie auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien ihre Zusammenarbeit mit den aktuellen Mitgliedern der EFI.


MfG
Manfred Sturm


PS an kontakt@e-fi.de : Wir bitten um die Weiterleitung dieses Email an die Mitglieder der EFI und Herrn Dr. J. Luther. 




 

 





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